Mikroskopie - Kurse
Dipl. Biologe Wolfgang Decrusch
Faszination Botanik
Impressum


Mikroskopische Bestimmung von Hölzern
Sa. 23. 02. 2019, 09.00 - 18.00 Uhr

Bäume und Sträucher sind in der Natur leicht an Blüten, Früchten und Blätter zu erkennen. Im Winter, wenn diese Merkmale nicht verfügbar sind, lassen sich die unterschiedlichen Arten noch gut an Knospen, Rinde oder auch ihrem Habitus erkennen. Dafür ist aber schon etwas Übung notwendig. Anders verhält es sich, wenn lediglich ein Stück Holz vorhanden ist, genannte Merkmale fehlen. Das innere Bild von Holzgewächsen ist jedoch vielgestaltig, unterschiedliche Zelltypen sind am Aufbau der Hölzer beteiligt. Gefäße zur Wasserleitung unterscheiden sich von solchen zur Festigung. Markstrahlen, Parenchymzellen und Harzgänge lassen sich differenzieren. Jahresringe und Verteilung der einzelnen Elemete zeigen ein typisches Muster, das jeder Art zu eigen ist. Mittels einfacher Querschnitte ist eine Artdiagnose meist schon möglich, durch Anfärben wird das Bild noch deutlicher. Das Erkennen von Hölzern im mikroskopischen Bild ist durchaus von praktischem Nutzen: so kann es im Rahmen von Gutachten, oder bei Echtheitsprüfungen zur Anwendung kommen. In der Pilzkunde können wertvolle Hinweise zur Artdiagnose gewonnen werden und in besonderem Maße wird es in der Archäologie und Vegetationsgeschichte deutlich, dort liefert es zusätzlich zur Pollenanalyse wichtige Daten zur Rekonstruktion der Wald- und Klimaentwicklung früherer Zeiten. Wir werden im Kurs die Hölzer der wichtigsten heimischen Bäume und Sträucher untersuchen, dabei auf methodische Einfachheit achten und einen evolutionsgeschichtlichen Kontext erarbeiten.


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Schwarzerle - Alnus glutinosa
Waldkiefer - Pinus sylvestris
Schwarzer Holunder - Sambucus nigra
Winterlinde - Tilia cordata
Winterlinde - Tilia cordata
Sand-Birke - Betula pendula
Gem. Esche - Fraxinus excelsior
Zitter-Pappel - Populus tremula

Mikroskopische Bestimmung von Torfmoosen
Sa. 16. 03. 2019, 09.00 - 18.00 Uhr

Unter den Moosen nehmen die Torfmoose eine Sonderstellung ein. Sie sind morphologisch und ökologisch von anderen Großgruppen der Moose unterschieden. Im zellulären Aufbau sind sie hoch differenziert, besitzen unterschiedliche Zelltypen, können das zigfache ihres Eigengewichtes an Wasser aufnehmen und sind als einzige in der Lage echte Hochmoore zu bilden. Daher spielen sie in den globalen Stoffkreisläufen eine herausragende Rolle. In der aktuellen Klimadiskussion sind sie von entscheidender Bedeutung, da sie als CO²-Speicher in den ausgedehnten Tundra- und Taigazonen der Nordhemisphäre rießige Flächen einnehmen. In Mitteleuropa sind von den ehemaligen Hochmoorflächen nur noch kümmerliche Reste erhalten, umso mehr bedarf es deren Erhaltung und Schutz. Die Kenntnis der Arten gerät immer mehr in den Hintergrund, universitäre Studienpläne besitzen andere Schwerpunkte. Um die unterschiedlichen Torfmoos-Arten im Gelände zu erkennen und damit die Grundlage naturschutzfachlicher Beurteilung zu liefern, ist eine vorherige mikroskopische Untersuchung unerlässlich. Mittels bereit gestellten Materials werden wir uns der Problematik „Torfmoos-Bestimmung“ annähern und so die Basis zum Erkennen der Arten erarbeiten.






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Warziges Torfmoos - Sphagnum papillosum
Warziges Torfmoos - Sphagnum papillosum
Mittleres und Warziges Torfmoos - Sphagnum magellanicum und papillosum
Mittleres Torfmoos - Sphagnum magellanicum
Mittleres Torfmoos - Sphagnum magellanicum
Derbes Torfmoos - Sphagnum russowii
Kahnblättriges Torfmoos - Sphagnum palustre
Kahnblättriges Torfmoos - Sphagnum palustre

Das Leben im Wassertropfen unter dem Mikroskop Sa. 13. 04. 2019, 09.00 - 18.00 Uhr


Als im siebzehnten Jahrhundert die ersten einfachen Vergrößerungsgeräte gebaut wurden, war es noch niemandem bewusst, welche weitreichenden Veränderungen dies naturwissenschaftlicher wie auch gesellschaftlicher Natur haben sollte. Das damals bestehende Weltbild wurde durch die Entwicklung immer besserer optischer Geräte nach und nach verändert. Indem es möglich wurde, die Funktionsweise des Lebens auf zellulärer Ebene zu erforschen, wurde das Selbstverständnis der Menschheit neu definiert. Inzwischen kann man mit entsprechenden Geräten bis in atomare Dimensionen vordringen. Wir werden uns auf das Lichtmikroskop beschränken. Die scheinbare unendliche Vielfalt an kleinen Organismen in Gewässern ruft immer wieder aufs Neue Erstaunen hervor. Wimper- und Rädertierchen, Muschelkrebse und Hüpferlinge sind vielversprechende Namen von unbekannten Kleinstlebewesen. Sie stehen zusammen mit den photoautotrophen Algen am Anfang von Nahrungsketten und bilden gemeinsam die Grundlage für ein funktionales Ökosytem "Gewässer". Mit Lupen und Mikroskopen werden wir diesen Lebewesen nachspüren, Vorkenntnisse werden nicht voraus gesetzt.

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Collotheca spec.
Phacus spec.
Campanella umbellaria
Stentor caeruleus
Culex pipiens
Micrasterias denticulata
Mikroskopie - Kurse

Die Kursreihe "Mikroskopie" eröffnet tiefe Einblicke in den für das unbewaffnete Auge unsichtbaren Mikrokosmos. Kleinste Tiere und Pflanzen der Gewässer faszinieren ebenso wie der innere Aufbau höherer Pflanzen. Durch das Studium dieser zellulären Ebene von Lebensräumen und Organismen lässt sich die Entwicklung des Lebens von einfachen Formen in Richtung zunehmend komplexerer Organisation nachvollziehen.
Mikroskope und andere nötige Arbeitsgeräte werden gestellt. Eigene Geräte sind daher nicht notwendig. Vorkenntnisse im Umgang mit Mikroskopen werden nicht vorausgesetzt. Das Mikroskop steht im Mittelpunkt dieser Kursreihe. Handhabung und Funktion sowie Möglichkeiten unterschiedlicher Mikroskopierverfahren und Mikrofotografie sind Bestandteil der Kurse.

Veranstaltungsort

Botanischer Garten Ulm / Verwaltungsgebäude / Seminarraum

Uhrzeit

09.00 - 18.00 Uhr

Gebühr

40- € pro Kurstag

Anmeldung

Sa. 23. 02. 2019

Sa. 16. 03. 2019

Sa. 13. 04. 2019

Das Leben im Wassertropfen unter dem Mikroskop