Mikroskopie - Kurse
Dipl. Biologe Wolfgang Decrusch
Faszination Botanik
Impressum


Miikroskopische Einblicke in das Leben im Wasser - abgesagt
Sa. 10. 04. 2021, 09.00 - 18.00 Uhr

Als im siebzehnten Jahrhundert die ersten einfachen Vergrößerungsgeräte gebaut wurden, war es noch niemandem bewusst, welche weitreichenden Veränderungen dies naturwissenschaftlicher wie auch gesellschaftlicher Natur haben sollte. Das damals bestehende Weltbild wurde durch die Entwicklung immer besserer optischer Geräte nach und nach verändert. Indem es möglich wurde, die Funktionsweise des Lebens auf zellulärer Ebene zu erforschen, wurde das Selbstverständnis der Menschheit neu definiert. Inzwischen kann man mit entsprechenden Geräten bis in atomare Dimensionen vordringen. Wir werden uns auf das Lichtmikroskop beschränken. Die scheinbare unendliche Vielfalt an kleinen Organismen in Gewässern ruft immer wieder aufs Neue Erstaunen hervor. Wimper- und Rädertierchen, Muschelkrebse und Hüpferlinge sind vielversprechende Namen von unbekannten Kleinstlebewesen. Sie stehen zusammen mit den photoautotrophen Algen am Anfang von Nahrungsketten und bilden gemeinsam die Grundlage für ein funktionales Ökosytem "Gewässer". Mit Lupen und Mikroskopen werden wir diesen Lebewesen nachspüren, Vorkenntnisse werden nicht voraus gesetzt

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Cyclops strenuus
Phacus sp.
Campanella umbellaria
Stentor caeruleus
Volvox aureus
Micrasterias denticulata

Mikroskopische Einblicke ins Innere der Pflanzen - abgesagt
Sa. 24. 04. 2021, 09.00 - 18.00 Uhr

Die Formenfülle der sichtbaren Welt setzt sich im kleinsten Detail fort. Die Blütenpflanzen als hochspezalisierte Anpassungskünstler spiegeln in ihrem inneren Bau die Eigenheit ihres Lebensraumes und ihrer Wuchsform wider. Während bei ursprünglichen Pflanzen (Algen und Moose) noch kaum differenzierte Elemente und Gewebe entwickelt sind, haben Blütenpflanzen und Farne die unterschiedlichsten Abwandlungen im Zelltypus und -verband verwirklicht. So sind für Stofftransport, Festigung oder Speicherung verschiedene Gewebeverbände vorhanden. Durch Färbetechniken lassen sich diese gut sichtbar darstellen. Dadurch erhält man Eindrücke von großer ästhetischer Schönheit, verbunden mit neuen Erkenntnissen über das funktionelle Innenleben der Pflanzen. In diesem Kurs werden wir uns mit dem Aufbau der drei Grundorgane Wurzel, Spross und Blatt  beschäftigen.

Siehe auch Bildarchiv Pflanzenanatomie


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Acer campestre (S-QS)
Achillea millefolium (S-quer)
Acorus calamus (B-quer)
Alnus glutinosa (S-QS)
Carex hirta (B-quer)
Clematis vitalba (S-QS)

Pflanzenparasitische Kleinpilze Sa. 25. 09. 2021, 09.00 - 18.00 Uhr


Pilze sind anders und vielfältig, und vor allem unbekannt. Außer den beliebten Speisepilzen exisiteren noch viele Formen, die für uns eine weit größere Rolle spielen, als den meisten Menschen bewußt ist. Es sind dies die pflanzenpathogenen Kleinpilze, die in früheren Zeiten oft ganze Ernten vernichtet hatten. Der Kartoffelmehltau, Erreger ist der Pilz Phytophthora infestans, hat im Jahre 1845, als durch Ernteausfall in Irland eine Million Menschen verhungerten, zu einer Auswanderungswelle der Iren nach Nordamerika geführt. Im modernen Pflanzenbau kommen solche massiven Ernteausfälle nicht mehr vor. Dafür machen immer wieder andere, folgenschwere Pflanzenkrankheiten auf sich aufmerksam: Ulmensterben und neuerdings das Eschentriebsterben. In beiden Fällen sind Kleinpilze die Verursacher. Das Mutterkorn hat schon im Mittelalter zu schweren Erkrankungen geführt, später wurde es durch die Synthese des LSDs berühmt. So manch ambitionierte Gemüseselbstversorger mußte vor den Pilzen kapitulieren: Krautfäule, Rost- und Brandpilze, Molinia, Schorf und Narrentaschen auf Obst und viele andere Erkrankungen unserer Kulturpflanzen vernichten die Ernte. Dabei sind diese Kleinpilze im Detail durchaus ästhetisch und spannend, und nicht immer spielen sie für uns eine Rolle. Ihre Entwicklungszyklen sind raffiniert, die Formen und Farben ansprechend und reizvoll. Wir werden uns diesen unbekannten Schönheiten mit Lupe und Mikroskop annähern.


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Puccinia graminis (Telien-Triticum)
Puccinia graminis (Teliosporen)
Puccinia phragmites (Aecidien-Rumex)
Taphrina deformans (Prunus persica)
Claviceps purpurea (Secale)
Trachyspora intrusa (Aecidien-Alchemilla)
Mikroskopie - Kurse

Die Kursreihe "Mikroskopie" eröffnet tiefe Einblicke in den für das unbewaffnete Auge unsichtbaren Mikrokosmos. Kleinste Tiere und Pflanzen der Gewässer faszinieren ebenso wie der innere Aufbau höherer Pflanzen. Durch das Studium dieser zellulären Ebene von Lebensräumen und Organismen lässt sich die Entwicklung des Lebens von einfachen Formen in Richtung zunehmend komplexerer Organisation nachvollziehen.
Mikroskope und andere nötige Arbeitsgeräte werden gestellt. Eigene Geräte sind daher nicht notwendig. Vorkenntnisse im Umgang mit Mikroskopen werden nicht vorausgesetzt. Das Mikroskop steht im Mittelpunkt dieser Kursreihe. Handhabung und Funktion sowie Möglichkeiten unterschiedlicher Mikroskopierverfahren und Mikrofotografie sind Bestandteil der Kurse.

Veranstaltungsort

Botanischer Garten Ulm / Verwaltungsgebäude / Seminarraum

Uhrzeit

09.00 - 18.00 Uhr

Gebühr

40- € pro Kurstag

Anmeldung

Sa. 10. 04. 2021

Sa. 24. 04. 2021

Sa. 25. 09. 2021

Pflanzenparasitische Kleinplize